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Amalgam

Almagam - Teufelszeug oder gutes Füllungsmaterial?
Diese Diskussion kann heute nicht mehr ernsthaft geführt werden. Zu viele wahre und falsche Experten haben mittlerweile dazu beigetragen, daß es immer schwieriger wird zwischen Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden. Deshalb finden Sie hier auch keine wisenschaftliche Abhandlung über Inhaltsstoffe und Gefahren, geschweige denn ein Votum für oder gegen Amalgam. Was Sie aber hier finden, ist die objektive Darstellung eines von vielen Füllungsmaterialien.

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Was ist Amalgam eigentlich?

Schon im sechsten Jahrhundert v. Chr. kannte man die Anwendung einer Zinn-Silber-Quecksilberpaste zur Füllung von zerstörten Zähnen. Im deutschen Sprachraum gibt es erste Hinweise auf die Anwendung eines Kupferamalgams zwischen 1528 und 1600.

Amalgam kommt aus dem griechischen und bedeutet hier "weiche Paste". Als Amalgam bezeichnet man heute Legierungen von Quecksilber, mit einem oder mehreren Metallen. Zu diesen Metallen zählen Silber (Ag), Zinn (Sn), Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Seltener auch Gold (Au), Platin (Pt), Indium (In) oder Palladium (Pd).

In Abhängigkeit zum Hauptbestandteil spricht man von Silber - oder Kupferamalgam. Die heutigen Amalgame bestehen aus ca. 40% Silber, maximal 30% Kupfer und ca. 30% Zinn.

Der Füllungswerkstoff kann aber erst entstehen, wenn Quecksilber (Hg) mit den Metallen, im Verhältnis 1:1 gemischt wird. Hierzu wird die Metallmischung (Alloy) und das Quecksilber, getrennt durch eine dünne Membran in einer Kapsel aufbewahrt. Wird die Kapsel in einem speziellen Gerät geschüttelt, reißt diese Membran. Quecksilber und Alloy werden durchmischt. Es entsteht durch bestimmte chemische Reaktionen das Amalgam, welches für Zahnfüllungen verwendet wird.

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Ist Quecksilber giftig?

Diese Frage läßt sich auf jeden Fall mit "Ja" beantworten.
Aber schon im Mittelalter erkannte Paracelsus, daß die Menge das Gift macht.

Gasmaske

Bekannt ist in diesem Zusammenhang der Spruch: "Verrückt wie ein Hutmacher!" Das liegt daran, das die Hutmacher im 19ten Jahrhundert den Filz, aus dem die Hüte hergestellt wurden, mit Quecksilber bearbeiteten.
Und bei diesen Mengen an Quecksilber, traten hier schwerste Vergiftungen auf, die zu Schädigungen des Nervensystems führten.

Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur (24°C) flüssig ist. Schon kurz über der Oberfläche eines Quecksilbertröpfchens, ist die Luft mit Quecksilberdampf gesättigt. Die Konzentration erreicht hier ca. 18mg pro Kubikmeter Luft, und würde so die maximal zulässige Arbeitsplatzkonzentration um das 180fache übersteigen. Diese Konzentration könnte aber bei der Menge, die für eine zahnärztliche Amalgamfüllung benötigt wird nie erreicht werden.

Unbestritten ist, daß durch den Kauvorgang aus Amalgamfüllungen Quecksilber in den Körper gelangt. Das wurde mittlerweile in vielen unabhängigen Studien bewiesen. Aber es wird unterschiedlich vom Körper aufgenommen, also resorbiert.

Gefährlich ist vor allem der Quecksilberdampf, denn dieser wird über die Lungen zu 80% aufgenommen und gelangt so in den Körper.

Quecksilberdampf entsteht immer dann, wenn flüssiges Quecksilber an die Luft kommt und eine genügend hohe Temperatur vorhanden ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Fieberthermometer mit Quecksilberfüllung zerbricht. Oder beim Zahnarzt eine Amalgamfüllung gelegt, oder entfernt wird.

Hohe Mengen an Quecksilber nehmen wir auch täglich durch Nahrung und Luft auf. Ob im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz oder beim Verzehr von schmackhaftem Seefisch, Quecksilber ist überall. Organische und anorganische Quecksilberverbindungen werden vom Magen-Darm-Trakt aber in unterschiedlicher Weise resorbiert.

So nimmt der Mensch pro Tag etwa 13-27 Mikrogramm auf. Pro Woche sind das schon 90-180 Mikrogramm und bei hohem Fischverzehr ist die Belastung noch höher. 

Shrimps

Die Liste der Krankheiten, die Amalgam auslösen soll, ist sehr Umfangreich und wird immer länger. Hierzu zählen insbesondere Depressionen, Kopfschmerzen, Gedächtniseinbußen, Schädigungen des Zentralnervensystems, Krebs u.v.m.

Wenn Sie dem Link zu den Literaturvorschlägen am Ender dieser Seite folgen, werden sie Empfehlungen zu Büchern und anderen Websites finden, die sich mit diesen Themen "seriös" beschäftigen.

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Was ist denn nun so gut am Amalgam?

Amalgam ist ein Füllungsmaterial, welches nahezu für alle Situationen geeignet war. Seine Haltbarkeit erreichte fast die einer Goldversorgung, bei einem Bruchteil der Kosten. Wurde Amalgam richtig verarbeitet, traten nur selten, oder erst sehr spät, Spalten am Füllungsrand auf. Im Gegensatz dazu haben auch die modernen zahnfarbenen Kunststoffe hier immer noch Probleme. Eine Amalgamfüllung war schnell fertig und der Patient konnte die Zahnarztpraxis schnell wieder verlassen.

Last but not least: Amalgam war unschlagbar preiswert. Und auch heute noch zahlen die Krankenkassen in vielen Fällen nur das zu, was eine vergleichbare Amalgamfüllung kosten würde.
Nachteil der Amalgamfüllungen war und ist nach wie vor die dunkel-silbrige Farbe, die Toxizität und die Unsicherheit, welche Krankheiten durch Amalgam ausgelöst oder verschlimmert werden.

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Fazit

Es bleibt schwierig.

Auf der einen Seite Amalgam als gutes Füllungsmaterial. Auf der anderen Seite Quecksilber als hochgiftige Substanz, welche die verschiedensten Krankheiten auslösen kann. Aber es gibt ja genug Alternativen zu Amalgam. Hier sind zuerst einmal die Kunststoffe zu nennen. Sie sind mittlerweile sehr lange haltbar und ästhetisch befriedigender als Amalgame. Hinzu kommen die modernen Keramiken, und zuletzt natürlich die Goldversorgungen.

Eines sollten Sie aber immer im Gedächtnis behalten:
Auch beim Zahnarzt ist der Kunde König. Und was in Ihren Mund kommt, entscheiden am Ende immer Sie. Und da fällt die Entscheidung leichter, wenn man gut informiert ist.

Oder?

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