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Kunststoffversorgungen

 

Plastik im Zahn? Na ja, also ganz so ist es nicht. Die modernen Kunststoffe in der Zahnheilkunde, müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, die sie grundsätzlich von Ihren Kollegen aus der Verpackungsindustrie unterscheiden.

Interessiert? Dann lesen Sie weiter.

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Was sollte ein Kunststoff können

Es werden fünf Anforderungen an einen idealen Kunststoff gestellt. Er soll kaustabil sein, dicht mit dem Zahn abschließen, keine Spalten bilden, unempfindlich gegen Wasser und andere Flüssigkeiten sein und sich leicht in den Zahn einbringen lassen.
Dabei darf er aber keine gesundheitsschädliche Wirkung zeigen.

Schöne Zähne kann man zeigen!

Die wichtigste Eigenschaft ist aber eine optimale Anpassung an die Zahnfarbe. Denn meist wird die Kunststoffüllung aus ästhetischen Gründen vom Patienten gewählt. Die Hersteller verbessern die Farben ständig und erweitern die Palette der verschiedenen Nuancen, so daß für jeden Farbtyp etwas dabei ist.

Kein Wunder also, daß die Zahl der Patienten die eine "Plastikfüllungen" wählen stetig wächst.

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Aber...

Viele Faktoren müssen zusammenwirken, um eine optimale und dauerhafte Versorgung mit Kunststoffen zu gewährleisten. Und das Wissen des Zahnarztes, welche Eigenschaften die Füllungsmaterialien besitzen und wie sie richtig verarbeitet werden, hat einen großen Einfluß auf die Haltbarkeit der Versorgung.

Nur zwei Beispiele sollen hier stellvertretend kurz beschrieben werden.

Intelligente chemische Haftvermittler bilden das Bindeglied zwischen Zahn und Kunststoff. Sie dringen in die wabenartige Struktur des Zahnbeins (Dentin) ein und bilden dort mittels Lichthärtung feste Zapfen.

Der Schmelz wird durch einen schwache Säure aufgerauht, so daß sich dessen Oberfläche vergrößert. Der Kunststoff hält sich also durch Haftvermittler am Dentin und am aufgerauhten Schmelz fest. Dazu muß der Zahn aber absolut trocken sein, denn Kunststoff und Wasser vertragen sich nicht.

Bienenwaben
 
Die meisten modernen Kunststoffe werden heute mit Licht gehärtet. Das plastische Material wird durch das hochenergetische Licht fest und schrumpft dabei. Dadurch können Spalten zwischen Zahn und Füllung entstehen und auch nicht vollständig vermieden werden.

Der Zahnarzt
kann diese Spaltbildung aber weitgehend reduzieren, indem er die sogenannte Schichttechnik anwendet.
Gute Kunststoffüllung
Optimale Füllung
  Hierbei werden immer nur kleine Portionen des Kunststoffs in den Zahn eingebracht und mit Licht gehärtet. Die Füllung schrumpft weniger, Spalten treten nicht so häufig auf und die Füllung kann länger halten.


Die richtige Verarbeitung vorausgesetzt, ist Kunststoff eine preiswerte Alternative zu Keramik oder Gold.
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Pro & Contra

Welche Vorteile bieten Kunststoffe?
  • sehr gute Ästhetik
  • Versorgung des Zahnes in einer Sitzung möglich
  • geringer Verlust von gesunder Zahnsubstanz
  • Alternative zu Amalgam
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • zur prophylaktischen Fissurenversiegelung unersetzlich
Welche Nachteile müssen Sie in Kauf nehmen?
  • hoher Zeitaufwand
  • sehr große und tiefe Defekte können im Seitenzahnbereich nur eingeschränkt versorgt werden
  • die Haltbarkeit ist geringer als bei Gold, Keramik oder Amalgam
  • Kunststoffe und Haftvermittler enthalten Substanzen die Allergien auslösen können
  • Spalten zwischen Zahn und Kunststoff sind möglich
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Fazit


So fühlt sich manch ein Zahnarzt!
Viele Einflüsse wirken sich entscheidend auf die Lebensdauer einer Füllung aus. Tatsache ist aber, daß auch mit den modernen Kunststoffen nur begrenzt gearbeitet werden kann. Auch wenn sich die Indikation heute stark erweitert hat, bleiben große Defekte an Backenzähnen weiterhin den Gold - und Keramikversorgungen vorbehalten. Dies liegt vor allem an der immer noch geringeren Kaustabilität der Kunststoffe. Eine Zahnkrone aus Kunststoff, ist also (noch) nicht möglich.

Das bedeutet aber für Ihren Zahnarzt auch einen hohen Zeitaufwand. Im Schnitt benötigt ein erfahrener Zahnarzt für eine einfache Amalgamfüllung mit zwei Defektflächen etwa 20 Minuten. Für eine gleichartige Kunststoffüllung wird sich der Zeitaufwand mindestens verdoppeln.

Diese Leistung kann für eine solche optimale Kunststoffüllung nicht allein von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden. Sie müssen deshalb meist etwas zuzahlen.

Dafür sieht es dann aber auch gut aus!
Was für ein Lächeln!

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