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Ein Schluck Kaffee, ein Eis oder ein Schluck
Zitronenlimonade und ein heftiger Schmerz durchzuckt den ganzen
Körper. Auch ein kalter Luftzug ist schon unangenehm. Wenn
Sie dies alles kennen, haben sie vermutlich sensible Zahnhälse.
Woher sie kommen und was man dagegen tun kann, erfahren Sie
hier.
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Das Zahnfleisch geht zurück |
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Auch wenn es
niemand so gerne hören will, aber im Alter läßt die Regenerationsfähigkeit
des Körpers nach. So ist es ein ganz normaler Vorgang, wenn
mit zunehmendem Alter das Zahnfleisch zurückgeht.
Wie stark dieser Rückgang ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Da die
Menschen nicht alle gleich sind, bekommt Ihr Nachbar vielleicht schneller graue Haare, Sie
aber schneller Falten etc., etc.
Irgendwann liegen bei diesem Prozeß des Zahnfleischrückgangs
allerdings Areale frei, die sehr empfindlich auf Reize wie "süß",
"sauer", "heiß" oder "kalt" reagieren.
Manche haben hier kaum Beschwerden, andere leiden Qualen.
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Anders sieht
es aus, wenn diese Veränderungen schon im jugendlichem Alter
auftreten. Hier können nur außergewöhnliche Ursachen zu freiliegenden
Zahnhälsen führen.
Und nun die schlechte Nachricht.
Bis heute weiß man nicht genau warum es zu freiliegenden Zahnhälsen kommt, wenn es sich
nicht um Alterserscheinungen handelt. Es werden viele Ursachen diskutiert und man nimmt
an, daß dabei mehrere Auslöser zusammenkommen müssen. Wichtigste Ursache scheint aber
nach wie vor eine zu gut gemeinte Mundhygiene zu sein. Also zu heftiges und zu häufiges
Putzen. |

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Durch falsches
und zu häufiges Zähneputzen kann der Zahnschmelz regelrecht
"weggeschrubbt" werden. Am Zahnhals sieht man dann
mehr oder minder tiefe Rillen, die von zu harten und scharfkantigen
Zahnbürsten-Borsten stammen. Hinzu kommt der Gebrauch von Zahnpasten,
die zu grobe Putzkörper enthalten. Im Prinzip ist das so, als
wenn die Zähne mit Sand geputzt würden.
Ungünstig ist vor allem die sogenannte "Schrubbtechnik", bei der die
Zahnbürste wie eine Säge nur hin und her bewegt wird. Und das in vielen Fällen mit zu
starkem Druck.
Charakteristisch sind in diesem Zusammenhang auch Reizungen und Verletzungen an der
Gingiva, dem Zahnfleischsaum um den Zahn herum.
Auch die Stellen der Defekte lassen auf eine falsche Putztechnik schließen. Meistens
findet man sie an den Eckzähnen und den dahinter liegenden kleinen Backenzähnen
(Prämolaren). |
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Bild: Elmex-Forschung |
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Diese Zähne
stehen etwas aus der Zahnreihe heraus und werden deshalb zuerst
beschädigt.
Je tiefer sich die Rillen in den Zahn graben, desto mehr ungeschütztes Dentin wird frei.
Da das Dentin weicher als Schmelz ist, können diese Putzdefekte schnell zu tiefen,
keilförmigen Einschnitten werden, wie Sie an diesem Zahn sehen können.
Karies ist hier noch nicht erkennbar, im Gegenteil. Der keilförmige Defekt sieht aus wie
glattpoliert und glänzt. Und doch kann sich hier sehr schnell eine Karies entwickeln, da
kein schützender Schmelzmantel mehr vorhanden ist, der das Dentin vor Bakterien schützt.
Hier muß der Zahnarzt eingreifen. |

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Die Therapiemöglichkeiten
für sensible Zahnhälse sind sehr beschränkt.
Sinnvoll ist eine Umstellung der Putztechnik, wenn die Defekte noch nicht groß sind. |
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Dabei ist allerdings die Verwendung von Zahnbürsten mit weichen Borsten
oder einem nachgebendem Griff zu empfehlen. |
Lassen Sie
sich bei der Wahl der Zahnpasta nicht vom ästhetischen Einheitsweiß
leiten, sondern eher vom Fluoridgehalt und den Inhaltsstoffen. Verzichten
Sie lieber auf sogenannte Weißmacher - überlassen Sie das Aufhellen
lieber Ihrem Zahnarzt.
Ist schon ein größerer Defekt entstanden, kann Ihr Zahnarzt den Zahn
füllen. Hierzu gibt es Füllungsmaterialien, die sich der Zahnfarbe optimal anpassen. |
Reicht der Defekt
schon sehr tief in den Zahn, kann man zwar auch noch mit Füllungen
arbeiten, aber es besteht eine hohe Bruchgefahr. Oft empfehlen
Zahnärzte hier, den Zahn mit einer Krone zu versorgen, um dem
vorzubeugen.
Das ist zwar die sicherste Therapie für diesen Zahn, fordert aber viel gesunde
Zahnsubstanz.
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Freiliegende,
sensible Zahnhälse und keilförmige Defekte haben mehrere Ursachen.
Die Wissenschaftler sind sich einig, daß die häufigste Ursache
hierfür eine falsche Putztechnik ist.
Die Therapiemöglichkeiten sind beschränkt und führen meist zu
Füllungen oder Kronen.
Von diesem Standpunkt aus sollte man sich überlegen, ob man sich
nicht lieber eine bessere Putztechnik aneignet. Auch wenn das
bedeutet eingefahrene Rituale über den Haufen zu werfen. Eines
ist hier aber sicher, Sie investieren in Ihre gesunden Zähne.
Fragen Sie doch mal, was eine Krone kostet und rechnen sie dann
aus, was Sie sich alternativ dazu gönnen könnten.
Überzeugt ? |
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