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Mama, Mama! Der Zahnarzt hat gar nicht gebohrt!
Schön wenn Ihr Kind so mit einem strahlendem Lächeln im
Gesicht vom Behandlungsstuhl klettert. Leider ist aber oft
anders.
Diagnose: Karies!
Meist ist Zucker der Auslöser für kariöse Zahnschäden.
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Karius
und Bactus - Die Unholde der Mundhöhle lieben Zucker |
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Karies ist
eine Schädigungen des Zahnes durch Säuren, die von Bakterien
gebildet werden. Die Säuren sind Abfallprodukte des bakteriellen
Stoffwechsels. Dabei wird, stark vereinfacht, Zucker in
Milchsäure umgewandelt.
Die Bakterien leben im Zahnbelag -der bakteriellen Plaque.
Plaque haftet dem Zahn fest an und kann durch Spülen mit
Wasser nicht entfernt werden. Je dicker die Plaque wird,
desto mehr Bakterien können aus Zucker die zahnschädliche
Säure bilden.
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Karies an einem Milchzahn |
Bild: Elmex-Forschung |
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Und Zucker
wird über eine kohlenhydratreiche Ernährung zugeführt. Die
Folge davon ist eine Schädigung des Zahnes und damit eine
schnellere Kariesentstehung.
Diese Vorgänge spielen sich aber nicht in wenigen Tagen ab, sondern können sich über
Monate hinziehen. Als Eltern haben Sie die Möglichkeit und die Aufgabe, zusammen mit
Ihrem Zahnarzt, die Entstehung der Plaque zu hemmen und Karies zu verhindern.
Das ist um so leichter, wenn Sie wissen wie Karies entsteht.
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Der Begriff
"Zucker" wird üblicherweise für den normalen Haushaltszucker
verwendet. Und der besteht meist aus Saccharose. Es gibt aber
noch eine Vielzahl anderer Zuckerarten. Hierzu zählen der
Fruchtzucker (Fructose), der Traubenzucker (Glucose) und der
Milchzucker (Lactose). Stärke ist auch Zucker. Hierbei sind
einfache Zucker zu langen Ketten aufgereiht. Alle Zucker gehören
zu der Stoffgruppe der Kohlenhydrate.
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Jedes Lebewesen
braucht Kohlenhydrate für die Energiegewinnung. Dabei machen
die Mundbakterien keine Ausnahme. Als Abfallprodukt bleiben
aber Säuren übrig. Und die zerstören den Zahn. Daraus sehen
Sie, daß Karies ohne eine Zufuhr von Kohlenhydraten, also
Zucker, nicht möglich ist.
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Bakterien
lieben Saccharose, also die Zuckerart die aus Glucose und
Fructose aufgebaut ist. Saccharose besteht demnach aus zwei
anderen Zuckern. Die Bakterien trennen diese auf und bilden
eine klebrige Substanz, mit der sie sich an den Zähnen festhalten.
Und dann kann's losgehen. Jeder Zucker ist den Bakterien recht.
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Ob Einfach - oder Mehrfachzucker,
alles wird verdaut.
Es ist also egal welche Art von Zucker zugeführt wird, die Häufigkeit bestimmt den
Schweregrad der Karies.
Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, können von Bakterien nicht verarbeitet werden. Diese
synthetischen Zucker verursachen kaum Karies. |

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Der gefährlichste
Zucker aber ist der, den man nicht erwartet. Essen
Sie einen Schokoladenriegel wissen Sie, daß er Zucker enthält.
Aber es gibt Lebensmittel, bei denen man nicht sofort an Zucker
denkt. Dosenfisch, Ketchup, Salatsaucen, Senf, Limonaden,
Fertiggerichte, Dosengemüse und vieles andere, haben einen
erheblichen Zuckeranteil.
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In bestimmten Obstsorten ist zum Teil sehr
viel Zucker (vor allem Saccharose) enthalten. Hierzu zählen
vor allem Bananen, Pfirsiche und Aprikosen.
Kartoffelchips enthalten viel Stärke und setzte sich gerne an den Zähnen fest. Genug
Zeit für Bakterien, die Stärke in Energie umzuwandeln und in zahnschädigende Säuren. |

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Das sind Zuckerderivate
die einen Süßungseffekt haben, aber durch Bakterien nicht
gut verwertet werden können. Sie sind deshalb weniger kariogen
als echter Zucker. Durch ihren Kaloriengehalt haben sie noch
einen gewissen Nährwert. Sie führen allerdings bei hohem Verbrauch
leicht zu Durchfall.
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Hier handelt es
sich um künstlich Süßstoffe, die einen sehr hohen Süßungseffekt
haben, aber keine Kalorien besitzen. Bakterien können damit
nichts anfangen, es entstehen durch diese Zucker keine Säuren
und somit auch kein Karies.
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| Zucker |
Zuckeraustauschstoffe |
Zuckerersatzstoffe |
| kariogen
und kalorienhaltig |
wenig
kariogen und kalorienhaltig |
nicht kariogen und nicht kalorienhaltig
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| Saccharose |
Mehrfachzucker |
1* |
Sorbit |
0,5 |
Saccharin |
300 |
| Glucose |
Traubenzucker |
0,7 |
Mannit |
0,7 |
Cyclamat |
30 |
| Fructose |
Fruchtzucker |
1,2 |
Xylit |
1,0 |
Aspartam |
200 |
| Laktose |
Milchzucker |
0,3 |
Isomalt |
0,5 |
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Maltit |
0,7 |
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Laktit |
0,4 |
*Die fettgedruckten Zahlen geben den relativen
Süßungsgrad im Vergleich mit Saccharose an. Dabei ist Saccharose
gleich 1.
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Was
bedeutet das für unser tägliches Leben?
Zucker ist nicht gleich Zucker, manchen Lebensmitteln sieht
man es nicht an, daß sie Zucker enthalten und zahnschonend ißt
man am besten mit Zuckerersatzstoffen.
So weit so gut.
Aber die künstlichen Zucker schmecken nicht so gut, es verträgt
sie nicht jeder und manch einer möchte einfach keinen Kunstzucker
essen.
Sie können essen was Ihnen schmeckt, solange Sie und Ihre Kinder
die Gefahr kennen die vom Zucker ausgeht und entsprechende Zahnhygiene
betreiben. |
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