|
|
Die Prophylaxe ist nicht nur aus der Zahnmedizin
bekannt, denn in vielen anderen Bereichen der Gesundheitsvorsorge
kann man durch Prophylaxe das Risiko für spätere Krankheiten
vermindern. Ob es nun um Krebs, Arteriosklerose oder Herzinfarkt
geht, Vorbeugung ist immer besser als behandeln.
Bevor Sie nun auf den folgenden Seiten erfahren wie Sie Karies
und anderen Erkrankungen vorbeugen können, erwartet Sie hier
erst einmal ein kurzer Überblick über die Prophylaxe in der
Zahnheilkunde.
|
|

|
Vier Freunde - das sind wir
|
Die vier Säulen der Prophylaxe.
- Zahnarzt
- Mundhygiene
- Ernährung
- Fluoridierung
Stehen bei Ihnen alle Säulen?
Je mehr davon fehlen, desto höher ist Ihr Risiko an Karies, oder
Zahnfleischentzündungen zu erkranken. |

|
Die vier Säulen der
Prophylaxe
|
|
Dabei geht der Prozeß langsam und meist
unbemerkt voran. Treten die ersten Beschwerden auf, ist es häufig schon zu spät, um ohne
eine aufwendige Behandlung gegenzusteuern. |

|
Der Zahnarzt
ist die Person, die Sie mindestens einmal, besser zweimal
in Jahr besuchen sollten. Meistens verbringen Sie bei Ihm
mehr Zeit im Wartezimmer als auf dem Behandlungsstuhl. Er
wird Ihre Zähne gründlich untersuchen und mit Ihnen, wenn
er Zeit hat, noch einen kleinen Plausch halten.
|
Falls er
bei Ihnen Zahnstein feststellt, wird er diesen gleich entfernen,
und Ihnen bei Bedarf noch ein paar Tips zur Mundhygiene geben.Das
war's.
Nächster Termin in einem halben Jahr. |
Das klappt
natürlich nur dann so problemlos, wenn keine Karies zu finden
ist.
|

|
Zweimal am Tag
sollten Sie sich ausreichend Zeit zur Pflege Ihrer Zähne nehmen.
Das heißt Zähneputzen und die Zahnzwischenräume mit Zahnseide
reinigen. Ob Sie eine elektrische Zahnbürste oder eine Handzahnbürste
benutzen bleibt Ihnen überlassen.
|
|
Auf die Vor-und Nachteile
der verschiedenen Geräte und Zahnbürsten gehen wir gesondert
ein. Die Zahnseide benutzen Sie am besten nur abends, vor
dem Zähneputzen. Die reine Zahnputzzeit sollte 3 min nicht
unterschreiten. Um Mundgeruch vorzubeugen, putzen Sie auch
ab und zu die Zunge mit.
|

|
An Apple a day keeps the doctor away.
So lautet ein altes
englische Sprichwort. Und es ist etwas Wahres dran. Da wir
in unserer modernen Gesellschaft viel zu viel Fett, Zucker
und zu wenig Ballaststoffe und Vitamine zu uns nehmen, erkranken
wir immer häufiger an sogenannten Zivilisationskrankheiten.
Zu diesen gehören eben auch Karies, und Mundschleimhauterkrankungen.
Ein paar Beispiele: Colagetränke, Limonaden, Eistee usw. enthalten
vorwiegend Zucker und Farbstoffe. Industriell hergestelltes
Brot und hier vor allem Weißbrot, enthält Konservierungsstoffe,
Stabilisatoren oder Aromen. Dagegen aber wenig Bestandteile,
die vom Körper verwertet werden können.
 |
Zur zahngesunden Ernährung gehören
aber Gemüse, Obst, Wasser und Speisen, die noch richtig
gekaut werden müssen. Hierzu zählen vor allem Getreide
wie Hafer, Roggen oder Körner.
|
|
|
Stark zuckerhaltige
Speisen wie Bonbons oder Schokolade sollten reduziert
genossen werden, aber das fällt natürlich nicht leicht. Wie
soll man beispielsweise einem Kind begreiflich machen, daß
der Junge vom Nachbarn immer diese leckeren Schokoriegel in
der Schule dabei hat. Das eigene Kind aber einen Apfel oder
eine Banane von den Eltern mitbekommt. Mit rationalen Argumenten,
die viele Erwachsenen schon nicht verstehen, hat man in dieser
schwierigen Situation schlechte Karten. Hier kapitulieren
viele Eltern.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma könnte sein, seinem Kind die gesunde Ernährung vorzuleben.
Denn Kinder nehmen oft die Verhaltensweisen der Eltern an. Wenn die natürlich selbst
immer Schokoriegel essen ....! |

|
Fluoride machen
den Zahn hart, heißt es in der Werbung. Na ja, so ganz stimmt
das nicht. Der Schutzeffekt beruht vielmehr auf einigen physikalischen
und chemischen Prozessen, die beim Putzen auftreten. Aus diesem
Grund soll man auch mindestens 3 Minuten putzen. Denn solange
brauchen die Fluoridionen, um in den Schmelz einzudringen
und sich mit den Kalziumbestandteilen des Zahnes zu verbinden.
|
Es entsteht
eine Verbindung, die sich Fluorapatit nennt. Die ist schwerer
von Säuren anzugreifen Und unser Schmelz ist tagtäglich bakteriellen
Säureangriffen ausgesetzt. Hinzu kommt die Säurebelastung
durch Fruchtsäfte oder Limonaden, und vor allem durch Cola.
Doch Fluor wird schon in die Zähne eingebaut, wenn sie noch vollständig im Knochen
stecken. |
Darum ist es
wichtig, schon im Kindesalter mittels Fluortabletten die Grundlage
für "harte" Zähne zu schaffen und Fluorzahncremes
zu benutzen.
Doch Vorsicht! Zuviel Fluor kann Fluorose
auslösen. Die erkennt man an weißen Flecken auf den Zähnen.
Je nach Schweregrad treten diese nur an einzelnen oder an
allen Zähnen auf.
Also: Fluorprophylaxe ja, aber nicht zuviel.
|

|
Prophylaxe macht Sinn.
Sie hilft langwierige und teure Behandlungen zu vermeiden.
Die vier Säulen der Prophylaxe können ihre Funktionen aber
nur dann erfüllen, wenn die Aufgaben gleichmäßig verteilt
sind. Das heißt, übertriebenes Zähneputzen ersetzt nicht den
Gang zum Zahnarzt. Zuviel Fluor kann den Zähnen schaden, und
zuviel Fruchtsäure (Zitrusfrüchte) zerstört den Zahnschmelz.
Sie sehen, es ist nicht ganz einfach den goldenen Mittelweg
zu finden. Den ersten Schritt zu gesünderen Zähnen haben Sie
aber schon getan. Sie haben sich informiert.
|
 |
Und wenn Sie als Patient wissen, wie man häßliche
Füllungen vermeiden kann, und daß nicht der Zahnarzt die Löcher
macht, sondern Sie selbst, dann haben Sie sicherlich auch
immer ein so strahlendes Lächeln wie die Beiden auf diesem
Bild.
Hoffentlich! |

|