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Es gibt sie in den verschiedensten Geschmacksrichtungen
und Farben, im Spender und in Tuben, gegen Beläge oder Bakterien,
mit sogenanntem Langzeitschutz gegen Karies und für sensible
Zähne. Die Auswahl ist groß und Sie sind in der Auswahl
der richtigen Zahnpasta vielleicht oft überfordert. Was
eine Zahnpasta wirklich leisten muß und was drin ist, erfahren
Sie hier.
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Die
Hauptaufgabe der Zahnpasten ist
das Entfernen bakterieller Beläge von den
Zahnoberflächen. Zur besseren Reinigung werden waschaktive
Substanzen (Tenside) sowie Putzkörper
zugefügt. Das weltweit am häufigsten verwendete waschaktive
Tensid ist das Natriumlaurylsulfat. Diese Substanz ist aus
der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Tenside toxikologisch
und klinisch am sorgfältigsten untersucht und hat sich in
mehr als 20jähriger praktischer Verwendung als anwendungssicher
erwiesen.
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Bei stark überhöhter
Konzentration (>3-5%), kann Natriumlaurylsulfat
allerdings zu Schleimhautbrennen oder Zellschäden führen.
Weiterhin sind moderne Pasten mit Fluoriden
angereichert (maximal 0,15% = 1500 ppm; bei Kinderzahncremes
0,025% = 250 ppm). Deren kariesschützende Wirkung wird weltweit
nicht in Frage gestellt, kann aber bei Kindern unter Umständen
zu Fluorose führen. Die häufig angepriesene
Langzeitwirkung trifft laut Stiftung Warentest nicht
zu.
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Bei
freiliegenden Zahnhälsen sollten nur Pasten mit
geringem Abrieb benutzt werden, um bei falscher Putztechnik
den keilförmigen Defekten am Zahn vorzubeugen. Also verzichten
Sie lieber auf die großen "Weißmacher"
und überlassen Sie die Aufhellung der Zähne einem
der sich damit auskennt. Ihrem Zahnarzt!
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Bei freiliegenden
Zahnhälsen kommt es oft zu ziehenden Schmerzen
bei kalter Luft. Grund hierfür ist das freiliegende Dentin.
In den Dentinkanälchen sind Nerven, die bei solchen Reizen
sofort reagieren.
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Ziel
einiger Zahnpasten gegen empfindliche Zahnhälse
ist es, diese Kanälchen zu verstopfen. So können die Nerven
durch den Reiz nicht mehr erreicht werden. Die Wirkung
ist in der wissenschaftlichen Forschung allerdings
umstritten.
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Studien
weisen darauf hin, daß Zahncremes zur Behandlung
empfindlicher Zähne nur eine unterstützende Wirkung hätten.
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Nicht alle Hersteller
von Zahnpasten lassen sich so gerne in die Karten sehen. Denn
sie sind nicht verpflichtet, die Inhaltstoffe
auf die Packung zu schreiben. Das liegt daran, daß Zahnpasten
nicht dem Arzneimittelgesetz unterliegen.
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Sie fallen
als Pflegemittel unter die Kosmetikaverordnung. Aufgelistet
werden die Inhaltsstoffe von Elmex® und Aronal
forte®. Die haben scheinbar kein Problem zu zeigen,
was man hat.
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Elmex®
Inhaltsstoff |
Wirkung |
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Wasser |
Lösungsmittel |
Hydrated Silicat |
Putzkörper |
Sorbitol |
Feuchthaltemittel |
Hydroxyethylcellulose |
Bindemittel |
| Olaflur |
Fluorid-Wirkstoff Aminfluorid (1250 ppm
F-) |
| Titanium Dioxide |
weißes Farbpigment |
| Saccharin |
Süßstoff |
| Aroma |
Aromastoffe, z. B.
Pfefferminzöl, Menthol,
Anethol, Krauseminzöl |
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RDA-Wert 77% |
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pH-Wert 4,6 (10 % in
Wasser) |
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Aronal forte®
Inhaltsstoff |
Wirkung |
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Wasser |
Lösungsmittel |
Dicalcium Phosphate Dihydrate |
Putzkörper |
| Dicalcium Phosphate |
Putzkörper |
Sorbitol |
Feuchthaltemittel |
| Propylene
Glycol |
Feuchthaltemittel |
| Titanium Dioxide |
weißes Farbpigment |
| Saccharin |
Süßstoff |
| Aroma |
Aromastoffe, z. B. Pfefferminzöl,
Menthol,
Anethol, Krauseminzöl |
| PEG-40 Hydrogenated Castor Oil |
Lösungsvermittler (PEG-40
hydriertes
Rizinusöl) |
| Cellulose Gum |
Bindemittel
(Carboxymethylcellulose) |
| Cocamidopropyl Betaine |
Netzmittel, Schäumer |
| Sodium Cocoyl Isethionate |
Netzmittel, Schäumer |
| Sodium Monofluorophosphate |
Fluoridwirkstoff
Natriummonofluorphosphat
(1000 ppm F-) |
| Retinyl Palmitate |
Vitamin A |
| Citric Acid |
pH
- Regulator (Zitronensäure |
| Polyaminopropyl Biguanide |
Konservierungsstoff |
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RDA-Wert 60 |
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pH-Wert 6,9 (10 % in Wasser) |
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Im Grunde können Sie Ihre Zähne
mit jeder Zahncreme pflegen. Wichtig ist der sogenannte RDA - Wert. Er
gibt an wie grob die Putzkörper sind. Je grober, desto mehr wird der Zahnschmelz
abgenutzt. Das birgt die Gefahr, daß Sie in kurzer Zeit unter sensiblen Zahnhälsen zu
leiden haben, da der Zahnschmelz "weggeputzt" ist.
Wichtig ist auch, daß Ihre Zahnpasta genügend Fluor
enthält. Denn nur Fluor macht den Zahnschmelz widerstandsfähig
gegen Säuren. Benutzen Sie Kinderzahnpasten
für Ihre Kleinen, denn Zahnpasta wird oft verschluckt >
Gefahr der Fluorose. Und schließlich: Die Zahncreme muß schmecken,
sonst putzt man ungern.
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