Dentomania4.jpg (13162 Byte)

Startseite > Archiv > Themen im November 2000 > Fluortabletten: Nicht für jedes Kind

Fluortabletten: Nicht für jedes Kind

In einer Pressekonferenz der Bundeszahnärztekammer (BÄZK) in Berlin sprach sich der Vorsitzende des Ausschusses für "Präventive Zahnheilkunde", Dr. Dietmar Oesterreich, dafür aus, heute weitgehend auf die Fluoridierung der Zähne in Tablettenform zu verzichten.

Linie.jpg (782 Byte)

Genügend Fluor in Nahrungsmitteln vorhanden

Anlass für die Pressekonferenz gaben die neuesten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) zum Umgang mit Fluoridtabletten. So könne die Tablettenfluoridierung zwar nicht unter den Tisch fallen, aber in vielen Fällen darauf verzichtet werden. Fluoride haben in den letzten Jahren einen immer größeren Anteil in vielen Nahrungsmitteln erreicht. Man denke dabei an fluoridiertes Speisesalz, Mineralwässern und an die fluoridierten Zahnpasten.

Unbestritten sei aber nach wie vor der kariesverhütende Effekt der Fluoride in der Zahnheilkunde, doch wird der Einfluß der Fluoridtabletten dabei geringer eingeschätzt.



Linie.jpg (782 Byte)

Individuelle Fluoridanamnese

 

Zahn-und Kinderärzte sollen demnach mit einem individuellen Fluoridbefund abklären, wieviel Fluor schon durch die tägliche Nahrung aufgenommen wird. Dabei sind fluoridhaltige Mineralwässer zur Zubereitung von Säuglingsnahrung genauso zu beachten, wie fluoridiertes Speisesalz, Sojaprodukte und Zahncremes.

DGZMK wie auch BZÄK sprachen sich für eine Ausweitung der Fluoridierung von Speisesalz aus, da auf diese Weise ein großer Teil der Bevölkerung abgedeckt werden können.

 

Linie.jpg (782 Byte)

Fluortabletten nur bei Risikogruppen verschreiben

 

Für Kinder mit hohem Kariesrisiko und für Familien bei denen die Eltern nicht willens oder in der Lage sind die Mundhygiene ihrer Kinder zu unterstützen, sei die Fluorprophylaxe mit Tabletten weiterhin ein sinnvolles Instrument zur Kariesvermeidung. Dabei können Risikokinder aber nur als solche erkannt werden, wenn ein regelmäßiger Zahnarztbesuch stattfinde.

 

Linie.jpg (782 Byte)

Fazit

In den letzten Jahren wurde die Fluorprophylaxe durch fluoridierte Zahncremes, Speisesalz, Mineralwässern und lokal wirksamen Gelen und Lacken höher bewertet, als die systemische Gabe von Fluor in Form von Tabletten. Dieser Trend geht nun soweit, daß in vielen Fällen ganz auf Fluortabletten verzichtet werden könne. Hierbei sollen Zahn-und Kinderärzte aber eine individuelle Fluoranamnese erstellen. Falls sich dabei heraustelle, daß nur unzureichende Mengen an Fluor aufgenommen werden, können im Einzelfall Tabletten zur Kariesprophylaxe verschrieben werden.

Linie.jpg (782 Byte)

Verwandte Themen

Linie.jpg (782 Byte)

Startseite > Archiv > Themen im November 2000 > Fluortabletten: Nicht für jedes Kind

Linie.jpg (782 Byte)

Dentomania

Kontakt - Nutzungsbedingungen - FAQ - Bildnachweis  

textmarke

Inhalt - Sitemap - Links - Literatur

Werbeplatz

Bedingungen - Preise

Linie.jpg (782 Byte)