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Milchsnacks versprechen zu viel
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Wenn Sie Kinder haben werden Sie den täglichen
Kampf um die gesunde Ernährung kennen. Ihr Sprößling
will dies nicht und das nicht und außerdem nur Spagetti
mit Tomatensauce. Hier kommen die allgegenwärtigen Milchsnacks
ins Spiel. Laut Werbung haben sie so viel gesunden Inhalt, daß
es schon an Ignoranz grenze, sie nicht zu kaufen. Stimmt das?
Stiftung Warentest hat sie getestet.
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Was ist eine gesunde Zwischenmahlzeit?
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24 Kindermolkereiprodukte
waren auf dem Prüfstand. Darunter bekannte Produkte wie
Monte und Fruchtzwerge.
Aber welche Zwischenmahlzeit ist eigentlich gesund? Das wurde
von der Forschungsanstalt für Kinderernährung in
Dortmund vorgegeben. Demnach sollte ein wirklich gesunder
Snack Kohlenhydrate in Form von Stärke und Ballaststoffen
enthalten. Vitamine sind unverzichtbar, Zucker und Fett sollten
nur gering enthalten sein. Milch liefert Eiweiß und
Kalzium und darf nicht vergessen werden. Zusammen sind also
etwa 200 Kilokalorien erlaubt.
Demnach empfiehlt sich Vollkornbrot, Obst oder Rohkost und
Milch - am besten fettreduziert.
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Die Milchsnacks auf dem Prüfstand
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Die
Milchsnacks bedeuten für viele Eltern eine
große Zeitersparnis. Es muß nichts zubereitet
werden und langwierige Diskussionen über Sinn und Unsinn
einer Karotte fallen gleich weg. Aber....!
Die Snacks enthalten, laut Testbericht, zuviel Fett und Zucker.
Der Kalziumgehalt ist durchwegs ausreichend, aber fast jeder
Milchsnack ist eine Kalorienbombe. Und zuviel Fett ist heute
ein Problem. Ein großer Teil unserer Kinder ist übergewichtig,
bewegt sich zuwenig und trägt ein höheres Gesundheitsrisiko.
Das liegt nun nicht alleine an den Kindermilchsnacks. Pommes
und Co. tun ein übriges.
Zucker, der in den Snacks mit bis zu 24% (Gesamtzucker) enthalten
ist, macht alleine zwar nicht dick, kann aber ein höheres
Kariesrisiko bedeuten.
Ein weiterer Kritikpunkt der Stiftung Warentest ist der Fruchtgehalt
von Snacks, die außer Milch noch Früchte enthalten
sollen. Hier kann man die Erdebeere suchen. Denn es handelt
sich meist um einen Joghurt mit "Fruchtzubereitung".
Und der muß nur 3,5% Frucht enthalten. Laut Stiftung
Warentest enthalte demnach ein Fruit Jumbo oder ein FruchtZwerg
(jeweils 50 Gramm) gerade mal eine Erdbeere. Der Geschmack
ist Chemie.
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Kindermilchsnacks sind nicht so gesund wie die
Werbung verspricht. Die Werbeaussagen der Hersteller sind so
vollmundig wie der Geschmack ihrer Produkte, aber meist leider
genauso wertlos. Es wird mit "wertvollen Bausteinen",
"notwendigen Vitaminen" und dem "gesunden Traubenzucker"
geworben. Dabei sind Vitamine selbstverständlich, die Bausteine
in Obst und Getreide reichhaltiger und der Traubenzucker keinesfalls
besonders wertvoll.
Wenn Sie auf die gesunde Ernährung Ihres Kindes achten
wollen, geben Sie Obst, Getreide und Milch. Das ist meist billiger
und liefert alles was Ihr Kind braucht. Kindermilchsnacks sind
Süßigkeiten - nicht mehr und nicht weniger. Und der
Zuckergehalt ist aus zahnärzlicher Sicht genauso bedenklich.
Den gesamten
Testbericht können Sie im Heft test 11/00 der Stiftung
Warentest nachlesen.
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