Dentomania4.jpg (13162 Byte)

Startseite > Archiv > Themen im November 2000 > Milchsnacks versprechen zu viel

Milchsnacks versprechen zu viel

Wenn Sie Kinder haben werden Sie den täglichen Kampf um die gesunde Ernährung kennen. Ihr Sprößling will dies nicht und das nicht und außerdem nur Spagetti mit Tomatensauce. Hier kommen die allgegenwärtigen Milchsnacks ins Spiel. Laut Werbung haben sie so viel gesunden Inhalt, daß es schon an Ignoranz grenze, sie nicht zu kaufen. Stimmt das? Stiftung Warentest hat sie getestet.

Linie.jpg (782 Byte)

Was ist eine gesunde Zwischenmahlzeit?

 

24 Kindermolkereiprodukte waren auf dem Prüfstand. Darunter bekannte Produkte wie Monte und Fruchtzwerge.

Aber welche Zwischenmahlzeit ist eigentlich gesund? Das wurde von der Forschungsanstalt für Kinderernährung in Dortmund vorgegeben. Demnach sollte ein wirklich gesunder Snack Kohlenhydrate in Form von Stärke und Ballaststoffen enthalten. Vitamine sind unverzichtbar, Zucker und Fett sollten nur gering enthalten sein. Milch liefert Eiweiß und Kalzium und darf nicht vergessen werden. Zusammen sind also etwa 200 Kilokalorien erlaubt.
Demnach empfiehlt sich Vollkornbrot, Obst oder Rohkost und Milch - am besten fettreduziert.



Linie.jpg (782 Byte)

Die Milchsnacks auf dem Prüfstand

 

Die Milchsnacks bedeuten für viele Eltern eine große Zeitersparnis. Es muß nichts zubereitet werden und langwierige Diskussionen über Sinn und Unsinn einer Karotte fallen gleich weg. Aber....!

Die Snacks enthalten, laut Testbericht, zuviel Fett und Zucker. Der Kalziumgehalt ist durchwegs ausreichend, aber fast jeder Milchsnack ist eine Kalorienbombe. Und zuviel Fett ist heute ein Problem. Ein großer Teil unserer Kinder ist übergewichtig, bewegt sich zuwenig und trägt ein höheres Gesundheitsrisiko. Das liegt nun nicht alleine an den Kindermilchsnacks. Pommes und Co. tun ein übriges.
Zucker, der in den Snacks mit bis zu 24% (Gesamtzucker) enthalten ist, macht alleine zwar nicht dick, kann aber ein höheres Kariesrisiko bedeuten.

Ein weiterer Kritikpunkt der Stiftung Warentest ist der Fruchtgehalt von Snacks, die außer Milch noch Früchte enthalten sollen. Hier kann man die Erdebeere suchen. Denn es handelt sich meist um einen Joghurt mit "Fruchtzubereitung". Und der muß nur 3,5% Frucht enthalten. Laut Stiftung Warentest enthalte demnach ein Fruit Jumbo oder ein FruchtZwerg (jeweils 50 Gramm) gerade mal eine Erdbeere. Der Geschmack ist Chemie.

 

Linie.jpg (782 Byte)

Fazit

Kindermilchsnacks sind nicht so gesund wie die Werbung verspricht. Die Werbeaussagen der Hersteller sind so vollmundig wie der Geschmack ihrer Produkte, aber meist leider genauso wertlos. Es wird mit "wertvollen Bausteinen", "notwendigen Vitaminen" und dem "gesunden Traubenzucker" geworben. Dabei sind Vitamine selbstverständlich, die Bausteine in Obst und Getreide reichhaltiger und der Traubenzucker keinesfalls besonders wertvoll.

Wenn Sie auf die gesunde Ernährung Ihres Kindes achten wollen, geben Sie Obst, Getreide und Milch. Das ist meist billiger und liefert alles was Ihr Kind braucht. Kindermilchsnacks sind Süßigkeiten - nicht mehr und nicht weniger. Und der Zuckergehalt ist aus zahnärzlicher Sicht genauso bedenklich.

Den gesamten Testbericht können Sie im Heft test 11/00 der Stiftung Warentest nachlesen.

Linie.jpg (782 Byte)

Verwandte Themen

Linie.jpg (782 Byte)

Startseite > Archiv > Themen im November 2000 > Milchsnacks versprechen zu viel

Linie.jpg (782 Byte)

Dentomania

Kontakt - Nutzungsbedingungen - FAQ - Bildnachweis  

textmarke

Inhalt - Sitemap - Links - Literatur

Werbeplatz

Bedingungen - Preise

Linie.jpg (782 Byte)