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Tinnitus-Infarkt im Ohr

Ruhe ist für Tinnitusbetroffene ein Fremdwort geworden. Kein Augenblick vergeht ohne ein Pfeifen oder klingeln im Kopf. Manch einer wird dadurch in den Wahnsinn getrieben. Denn die Geräusche stammen nicht von außen und werden nur vom Betroffenen wahrgenommen.
Was hat das aber mit Zahnheilkunde zu tun? Lesen Sie weiter!

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Geräusche im Ohr

Ohrgeräusche

Etwa drei Millionen Menschen sind vom Tinnitus betroffen und leiden unter ständigen Ohrgeräuschen. Dabei sind sich viele nicht berußt, daß sie einen Tinnitus haben oder hatten. Denn auch kurze Geräuschempfindungen, die nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden, können schon zu diesem Krankheitsbild gehören. Oft wird das kurze Klingeln oder Pfeifen nicht ernst genug genommen. Dabei sind dies die ersten Alarmsignale.


Kurz anhaltende Geräusche kommen vor allem bei einem Knalltrauma vor. Wer seinen Wehrdienst abgeleistet hat, kann sich vermutlich noch gut an die Schießübungen erinnern. Diese Ohrschädigung kann sich auf einige Minuten beschränken, aber auch bleibende Schäden bis zur Taubheit mit sich bringen.



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Ursachenforschung

 

Durch permanenten Lärm, sei es durch Baustellen oder Diskotheken, sei es am Arbeitsplatz oder Zuhause, werden feinste Haarzellen im Ohr geschädigt. Diese Haarzellen geben den Schallimpuls, den das Ohr an sie liefert, an das Gehirn weiter. Erreicht nun ein zu starker Impuls die Haarzellen, werden sie überlastet und sterben ab.
Durchblutungsstörungen können für Ohrgeräusche verantwortlich sein, Schädigungen der Halswirbelsäule durch ein Schleudertrauma, oder auch Ursachen aus dem zahnmedizinischen Bereich.

 

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Tinnitus und das Kiefergelenk

 

Unser Unterkiefer ist beweglich. Das ist nur möglich, weil er nicht zum Schädelknochen gehört. Anders wie der Oberkiefer ist der Unterkiefer nicht mit dem Schädel verwachsen. Über das Kiefergelenk und verschiedene Muskeln hält er trotzdem Kontakt zum Kopf. Dabei treten zwei pfannenförmige Vertiefungen, die sich kurz vor dem Ohr befinden, als Widerlager für die Kiefergelenksköpfchen in Aktion.
Legen Sie einmal zwei Finger jeder Hand vor beide Ohren und öffnen Sie danach den Mund. Sie können so die Kiefergelenksköpfchen ertasten. Als Polster dient eine Knorpelscheibe, die sich dünn zwischen Pfanne und Gelenkkopf einlagert.

Die Pfannen befinden sich direkt unter dem Zentrum des Hörorgans. Also dort, wo die ankommende Schallinformation verarbeitet und weitergeleitet wird. Durch zu großen Druck auf die Pfannenknochen können die Haarzellen ähnlich geschädigt werden wie durch zu starken Lärm.

 

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Knirschen, Pressen und Co.

Knirschen und Pressen

Zu starker Druck kann auf das Kiefergelenk durch nächtliches Knirschen ausgelöst werden. Manche Menschen pressen aber mit aller Kraft auch tagsüber die Zähne aufeinander und belasten so ihr Gelenk. Patienten die einen Tinnitus aufgrund dieser Situation haben, können das Geräusch nur mit dem Zusammenpressen der Zähne beeinflussen.

Auch Fehlstellungen des Kiefergelenks können eine Ursache darstellen.

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Fazit

Nicht immer müssen Ohrgeräusche mit Lärm zu tun haben. In manchen Fällen beschränken sich diese Symptome auf zahnmedizinische Ursachen. Hier kann der Zahnarzt mit der geeigneten Therapie eine dauerhafte Linderung bewirken. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß eine dem entsprechende Diagnose gestellt werden kann.

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